Rückblick April-Mai 2012

Nun sind wir mitten im Frühling angekommen, genießen die Wärme, das Vogelgezwitscher – und natürlich das Quaken der Frösche am Teich.

Nach den Osterferien war ein Schwerpunkt das Kennenlernen und Benennen von Blütenpflanzen. Wir suchten gemeinsam oder in Kleingruppen Pflanzen, breiteten sie auf einem Tuch aus, betrachteten sie, erkannten besondere Merkmale und nannten den dazugehörigen Namen. Vertieft wurde das Ganze durch ein „Blumenmemory“; die Kinder suchten zwei gleiche Pflanzen und nannten den Namen. Außerdem wurde
der Pflanzenname in Silben geklatscht und wir hörten bewusst auf die Anfangsbuchstaben. Die Kinder lernten Gundermann, Günsel, Farn, Ehrenpreis, Echtes Lungenkraut, Goldnessel und so manches mehr kennen.

In unserer Hütte hatte sich ein Mäuschen bequem eingerichtet. Es knabberte an Wolle, einer Jacke, brauchte Sägespäne und einiges mehr, um sich häuslich niederzulassen. Natürlich hinterließ die Maus ihre Spuren….., so dass wir die Hütte ausräumten, ein Lagerfeuer machten und manche Dinge verbrannten (Kartons, Sägespäne, Zeitungen usw. ).

Bei einer Bilderbuchbetrachtung erfuhren wir Vieles über das Leben der Mäuse. Wusstet ihr z.B. dass Mäuse 6x jährlich 3-10 Junge bekommen, die nach wenigen Wochen ausgewachsen sind und die dann auch wieder Junge bekommen und die dann ebenfalls wieder und und…… Zur Zeit sind die Kinder wieder sehr aktiv am Matschberg, sie graben Tunnel, bauen Flüsse und Seen, die sie dann mit Wasser befüllen. Wir haben neuen Sand bekommen, der einen starken Anreiz auf sie ausübt.

Es ist schön zu sehen, wie die Kinder wirklich miteinander spielen und gestalten. Viel gebaut und konstruiert wird auch im Unterstand; wir haben eine Menge großer Holzklötze bekommen, die die Kinder zu Fahrzeugen, Thron oder anderem umgestalten. Und die Wurzelküche ist nach wie vor angesagt, dort wird gekocht und leckere Speisen werden kreiert. Seit kurzem haben wir einen selbst gebauten Webrahmen, jedes Kind darf daran mitweben und so entsteht eine Gruppenarbeit. Außerdem haben wir einen kleinen „Garten im Topf“, wo wir das Wachsen der Kresse und anderer Pflanzen beobachten können. Und dann gibt`s ja noch den „großen“ Garten (da kümmert sich Eleonore), wo schon die ersten Radieschen geerntet wurden! An dieser Stelle möchten wir allen Danke sagen ,die uns unterstützen mit ihrer Zeit, ihren Ideen und die einfach zupacken!! Ach ja, und es wurde ja auch fleißig gebastelt und
Gedicht gelernt zum Mutter- und Vatertag.

Beim momentanen Thema geht es um „Fühlen und Gefühle“. Angefangen haben wir mit dem Tasten und Fühlen. Die Kinder erspürten mit geschlossenen Augen verschiedene Gegenstände (Zapfen, Stein, Moos…), beschrieben das Gefühlte (weich, rauh, spitz, rund…) und sagten, ob es für sie angenehm oder unangenehm ist. Wir gestalteten eine „Fühlstraße“; verschiedene Gegenstände wurden auf ein Brett geklebt. Außerdem gab es eine „Wettermassage“; die Kinder sitzen im Kreis mit Blick auf den Rücken des Vordermannes, nehmen die Hände und tröpfeln leicht auf den Rücken des Vorderen, dann stärker usw. Es gab ebenfalls eine Partnerübung, in der ein Kind jeweils die Handinnenfläche eines
anderen Kindes streichelte. Verbunden wurde das Fühlen mit den Gefühlen (was empfinde ich als
angenehm/unangenehm). Gefühle wurden pantomimisch zum Ausdruck gebracht (wie schaue ich fröhlich, wütend …wie geht es mir mit diesem Gefühl). Weiterführend ging es um Situationen, die negative Gefühle auslösen und in denen die Kinder NEIN sagen sollen (ein Verwandter will dem Kind ein Bussi geben und das Kind mag nicht, ein Fremder spricht Kind an und will es mitnehmen). Wir vermittelten den Kindern, dass es wichtig ist, dass sie auf ihr Gefühl hören und Nein sagen in unangenehmen Situationen. In diesem Zusammenhang machten wir eine Partnerübung ; ein Kind geht auf das andere zu, dieses ruft: „Stop, lassen Sie mich in Ruhe“.

Wir wollen mit unseren Gesprächen , Rollenspielen, Büchern und mehr die Kinder sensibilisieren für die Gefahren, die ihnen begegnen können und ihnen Verhaltensregeln mit auf den Weg geben (nicht mit jemand Fremdem mitgehen, auch wenn er mir etwas Verlockendes verspricht, laut rufen). Wir erklärten den Kindern, dass sie den Eltern oder einer anderen Vertrauensperson erzählen sollen, wenn etwas unangenehm war oder es ein „schlechtes“ Geheimnis gibt. Natürlich ist es wichtig und notwendig, dass zu Hause über dieses Thema ebenfalls gesprochen wird.

Für uns ist es einerseits verpflichtend, diese Inhalte zu vermitteln, doch noch wichtiger ist es uns, die Kinder zu stärken (ohne ihnen Angst zu machen). Bei Fragen oder Unsicherheiten könnt ihr jederzeit auf uns zukommen.

Zum Schluss noch eine Bitte: Wir brauchen für das Sommerfest viele, viele, viele Schneckenhäuser; wenn ihr welche findet, freuen wir uns, wenn ihr sie mitbringt. Und nun wünschen wir euch schöne Ferien und sehen uns wieder am 11.06.12 zur gewohnten Zeit, doch am neuen Platz!!!

Eure Erzieherinnen Brigitte, Miriam, Sabine und Gabriele

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