WAKI-Rückblick Januar-Fasching 2015

Der Winter hat nun doch Einzug gehalten, und die letzten Wochen waren geprägt von der kalten Jahreszeit. Im Schnee stapfen, Schneemann und Schneemannfrau bauen, Rutscherl fahren am Berg, Schneeballschlacht, Kunstwerke mit Schnee und Tierwpid-img_20150107_120155.jpgspuren suchen, begleitet uns zur Zeit. Eis klopfen mit dem Hammer, Eisschollen sammeln und bearbeiten waren/sind ebenfalls oft gewählte Tätigkeiten.

In der Winterzeit entstand das Thema „Formen“, das uns mehrere Wochen beschäftigte. In vielfältiger Weise wurden die Grundformen (Kreis, Dreieck, Viereck, Rechteck, Quadrat) mit allen Sinnen erlebbar und begreifbar gemacht. Die Kinder legten lange Seile auf den Schnee und stellten diverse Formen dar. Diese großflächig gelegten Formen schritten sie dann zu Fuß ab.

In einem nächsten Schritt modellierten die Kinder große Formen im Schnee. Sie waren bei dieser Arbeit sehr genau, achteten z.B. darauf, dass die Ecken wirklich eckig gebaut wurden oder dass der Kreis ganz rund war. Diese modellierten Formen umrandeten die Kinder mit Seilen oder Stöckchen. Da auch diese Formen großflächig gestaltet wurden, arbeiteten die Kinder in Kleingruppen miteinander, d.h. es waren Absprachen erforderlich, Rücksichtnahme und gemeinsames Tun waren wichtig.
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Von den großen Formen ging es weiter zu den Kleineren. Die Kinder malten -ein jedes für sich alleine- mit den Fingern die Grundformen in den Schnee und verzierten sie mit Naturmaterialien. Eine weitere Aufgabe bestand darin, in der Natur verschiedene Gegenstände zu suchen. Es waren drei Tücher mit den Formen Kreis, Dreieck und Viereck vorbereitet, und die Kinder ordneten die gefundenen Gegenstände den entsprechenden Formen zu, z.B. runder Stein – Kreis. Auch die Maulwurfshügeln, die aus dem Schnee ragten, wurden in das Formenspiel einbezogen. Die Kinder zeichneten auf die gerade geforme Erde eine Grundform mit dem Fingern und dekorierten sie anschließend mit Gräsern, Blättern oder Stöckchen. Dies wiederholten sie mit allen Formen gemau so.

Eine Gruppenaktion war das Bauen einer großen Figur. Die Kinder hatten verschiedene Holzstücke z.B. Kreise, Vierecke, Dreiecke, Quadrate und Rechtecke zur Verfügung und legten am Boden auf einem Leintuch miteinander eine etwa drei Meter lange Puppe, der sie den Namen „Rosi“ gaben. Hierbei waren viele Absprachen, manche Diskussionen oder Verhandlungen notwendig, um miteinander ein Gesamtwerk entstehen zu lassen. „Rosi“ wurde am Ende mit Kreide angemalt, und die Kinder waren sehr zufrieden mit ihrem Kunstwerk.
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Des weiteren erlebten die Kinder die verschiedenen Formen mit Ihrem ganzen Körper, indem sie die Formen mit ihrem eigenen Körper darstellten. Weiter legten sich mehrere Kinder so auf die Erde, dass eine gemeinsame Form von Dreieck, Viereck oder Kreis entstand. Dieses Tun war für die Kinder gar nicht so leicht.

Aus Pappe schnitten die Kinder Formen aus. Diese Formen wiederum wurden wie Puzzleteile zusammengelegt, z.B. aus zwei Halbkreisen entsteht ein Kreis, aus vier Dreiecken entsteht ein Quadrat. In Kleingruppen/Einzelarbeit wurde dieses Thema mit allen 5-Tageskindern durchgeführt. Zum Abschluss gestaltet/gestaltete sich jedes Kind eine kleine, selbst gefädelte Tasche, in der sich selbst ausgeschnittene, laminierte Formen befinden, so dass die Kinder die Formen zu Hause weiter vertiefen können.  (zu den Bildern)

Außerdem beschäftigte uns die letzten Wochen das Märchen der „Frau Holle“. Zunächst wurde das Märchen erzählt und mit Legematerial (nach Kett )gestaltet. Am Tag darauf erzählten die Kinder das Märchen noch einmal nach und lernten das Spiellied „Frau Holle“, was mit den dazugehörigen Rollen gespielt wurde. Da die Kinder sehr großen Spass an diesem Märchen hatten, entwickelte sich daraus ein Theaterstück. Die Kinder überlegten, wie das Bühnenbild aussehen sollte und gestalteten es gemeinsam mit der Erzieherin. Zu Anfang übernahm die Erzieherin die Sprechrollen, doch zunehmend erledigten das die Kinder selbst, übernahmen Regie und Texte. Mit viel Freude und Eifer entstand ein Theaterstück, das über längere Zeit gespielt wurde. Höhepunkt war, dieses Theaterstück der Eltern-Kind-Gruppe darzubieten.

wpid-img_20150212_114657.jpgNatürlich war der Fasching ebenfalls wichtig hier bei uns im WAKI. Im Vorfeld bastelten die Kinder Masken aus Papptellern, die sie dann beklebten und anmalten. Außerdem wurden einige Faschingslieder und –Tänze einstudiert (Aramsamsam, Kommt alle herbei, Boggi Woggi, die Faschingsbolonese, Herr Uklatsch, Ri-Ra-Ri-Ra Faschingszeit, Trat ich heute vor die Türe…). Am unsinnigen Donnerstag fand unser Faschingsfest statt. Prinzessinnen, Cowboys usw. kamen in den Wald, um lustige Stunden zu erleben. Lieder und Tänze wurden durchgeführt und natürlich durfte eine Brotzeit (Wiener mit Semmel und Senf) und Krapfen als Nachspeise nicht fehlen. Die Kinder hatten viel Spass und Freude an diesem Vormittag, und auch die Eltern sind sehr erfinderisch beim Gestalten der Kostüme (…so ein Prinzessinnenkleid mit Matschtauglichkeit bedeutet eine gewisse Herausforderung…). An den darauffolgenden Tagen wurden verstärkt Faschingslieder/spiele durchgeführt und lustige Mitmachgeschichten erzählt.

In diesem Winter wurden wieder viele Bäume im angrenzenden Wald gefällt. Wir gingen mit den Kindern in den Wald und beobachteten die Veränderungen. Dabei wurde so mancher Ast und manches Holzstück mit zum Unterstand genommen. Die Kinder zogen mit einer Erzieherin los (mit dem Bollerwagen) und sammelten Holzstücke. Teils war es schwierig, den Bollerwagen über das unebene Gelände zu ziehen, doch mit vereinten Kräften schafften sie es. So wurden viele, kleine Holzstücke zum Unterstand transportiert. Dort wurde damit gebaut, konstruiert, und sie wurden mit Kreiden oder Wasserfarben bunt bemalt.wpid-img_20150128_092617.jpg

Auch das Werken fand wieder seinen Platz im alltäglichen Geschehen. Die Kinder haben aus Ästen eine „Giro“ geschnitzt, ein Musikinstrument. In ein Holzstück werden viele Kerben nebeneinander geschnitzt, mit einem anderen Ast kann man fest darüber streifen, und es entsteht ein knarrendes Geräusch. Dieses Projekt wird uns noch eine Zeit beschäftigen, bis alle Kinder eine Giro gemacht haben.– Spiele wie Fangen, Verstecken, Feuer Wasser Blitz, u.a. finden immer wieder statt, und auf die Wünsche der Kinder nach Kreisspielen/Fingerspielen wird eingegangen.

Euer Erzieherinnenteam

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