Alle Beiträge von Matthias Engelbracht

WAKI-Rückblick Januar-Fasching 2015

Der Winter hat nun doch Einzug gehalten, und die letzten Wochen waren geprägt von der kalten Jahreszeit. Im Schnee stapfen, Schneemann und Schneemannfrau bauen, Rutscherl fahren am Berg, Schneeballschlacht, Kunstwerke mit Schnee und Tierwpid-img_20150107_120155.jpgspuren suchen, begleitet uns zur Zeit. Eis klopfen mit dem Hammer, Eisschollen sammeln und bearbeiten waren/sind ebenfalls oft gewählte Tätigkeiten.

In der Winterzeit entstand das Thema „Formen“, das uns mehrere Wochen beschäftigte. In vielfältiger Weise wurden die Grundformen (Kreis, Dreieck, Viereck, Rechteck, Quadrat) mit allen Sinnen erlebbar und begreifbar gemacht. Die Kinder legten lange Seile auf den Schnee und stellten diverse Formen dar. Diese großflächig gelegten Formen schritten sie dann zu Fuß ab.

In einem nächsten Schritt modellierten die Kinder große Formen im Schnee. Sie waren bei dieser Arbeit sehr genau, achteten z.B. darauf, dass die Ecken wirklich eckig gebaut wurden oder dass der Kreis ganz rund war. Diese modellierten Formen umrandeten die Kinder mit Seilen oder Stöckchen. Da auch diese Formen großflächig gestaltet wurden, arbeiteten die Kinder in Kleingruppen miteinander, d.h. es waren Absprachen erforderlich, Rücksichtnahme und gemeinsames Tun waren wichtig.
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Von den großen Formen ging es weiter zu den Kleineren. Die Kinder malten -ein jedes für sich alleine- mit den Fingern die Grundformen in den Schnee und verzierten sie mit Naturmaterialien. Eine weitere Aufgabe bestand darin, in der Natur verschiedene Gegenstände zu suchen. Es waren drei Tücher mit den Formen Kreis, Dreieck und Viereck vorbereitet, und die Kinder ordneten die gefundenen Gegenstände den entsprechenden Formen zu, z.B. runder Stein – Kreis. Auch die Maulwurfshügeln, die aus dem Schnee ragten, wurden in das Formenspiel einbezogen. Die Kinder zeichneten auf die gerade geforme Erde eine Grundform mit dem Fingern und dekorierten sie anschließend mit Gräsern, Blättern oder Stöckchen. Dies wiederholten sie mit allen Formen gemau so.

Eine Gruppenaktion war das Bauen einer großen Figur. Die Kinder hatten verschiedene Holzstücke z.B. Kreise, Vierecke, Dreiecke, Quadrate und Rechtecke zur Verfügung und legten am Boden auf einem Leintuch miteinander eine etwa drei Meter lange Puppe, der sie den Namen „Rosi“ gaben. Hierbei waren viele Absprachen, manche Diskussionen oder Verhandlungen notwendig, um miteinander ein Gesamtwerk entstehen zu lassen. „Rosi“ wurde am Ende mit Kreide angemalt, und die Kinder waren sehr zufrieden mit ihrem Kunstwerk.
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Des weiteren erlebten die Kinder die verschiedenen Formen mit Ihrem ganzen Körper, indem sie die Formen mit ihrem eigenen Körper darstellten. Weiter legten sich mehrere Kinder so auf die Erde, dass eine gemeinsame Form von Dreieck, Viereck oder Kreis entstand. Dieses Tun war für die Kinder gar nicht so leicht.

Aus Pappe schnitten die Kinder Formen aus. Diese Formen wiederum wurden wie Puzzleteile zusammengelegt, z.B. aus zwei Halbkreisen entsteht ein Kreis, aus vier Dreiecken entsteht ein Quadrat. In Kleingruppen/Einzelarbeit wurde dieses Thema mit allen 5-Tageskindern durchgeführt. Zum Abschluss gestaltet/gestaltete sich jedes Kind eine kleine, selbst gefädelte Tasche, in der sich selbst ausgeschnittene, laminierte Formen befinden, so dass die Kinder die Formen zu Hause weiter vertiefen können.  (zu den Bildern)

Außerdem beschäftigte uns die letzten Wochen das Märchen der „Frau Holle“. Zunächst wurde das Märchen erzählt und mit Legematerial (nach Kett )gestaltet. Am Tag darauf erzählten die Kinder das Märchen noch einmal nach und lernten das Spiellied „Frau Holle“, was mit den dazugehörigen Rollen gespielt wurde. Da die Kinder sehr großen Spass an diesem Märchen hatten, entwickelte sich daraus ein Theaterstück. Die Kinder überlegten, wie das Bühnenbild aussehen sollte und gestalteten es gemeinsam mit der Erzieherin. Zu Anfang übernahm die Erzieherin die Sprechrollen, doch zunehmend erledigten das die Kinder selbst, übernahmen Regie und Texte. Mit viel Freude und Eifer entstand ein Theaterstück, das über längere Zeit gespielt wurde. Höhepunkt war, dieses Theaterstück der Eltern-Kind-Gruppe darzubieten.

wpid-img_20150212_114657.jpgNatürlich war der Fasching ebenfalls wichtig hier bei uns im WAKI. Im Vorfeld bastelten die Kinder Masken aus Papptellern, die sie dann beklebten und anmalten. Außerdem wurden einige Faschingslieder und –Tänze einstudiert (Aramsamsam, Kommt alle herbei, Boggi Woggi, die Faschingsbolonese, Herr Uklatsch, Ri-Ra-Ri-Ra Faschingszeit, Trat ich heute vor die Türe…). Am unsinnigen Donnerstag fand unser Faschingsfest statt. Prinzessinnen, Cowboys usw. kamen in den Wald, um lustige Stunden zu erleben. Lieder und Tänze wurden durchgeführt und natürlich durfte eine Brotzeit (Wiener mit Semmel und Senf) und Krapfen als Nachspeise nicht fehlen. Die Kinder hatten viel Spass und Freude an diesem Vormittag, und auch die Eltern sind sehr erfinderisch beim Gestalten der Kostüme (…so ein Prinzessinnenkleid mit Matschtauglichkeit bedeutet eine gewisse Herausforderung…). An den darauffolgenden Tagen wurden verstärkt Faschingslieder/spiele durchgeführt und lustige Mitmachgeschichten erzählt.

In diesem Winter wurden wieder viele Bäume im angrenzenden Wald gefällt. Wir gingen mit den Kindern in den Wald und beobachteten die Veränderungen. Dabei wurde so mancher Ast und manches Holzstück mit zum Unterstand genommen. Die Kinder zogen mit einer Erzieherin los (mit dem Bollerwagen) und sammelten Holzstücke. Teils war es schwierig, den Bollerwagen über das unebene Gelände zu ziehen, doch mit vereinten Kräften schafften sie es. So wurden viele, kleine Holzstücke zum Unterstand transportiert. Dort wurde damit gebaut, konstruiert, und sie wurden mit Kreiden oder Wasserfarben bunt bemalt.wpid-img_20150128_092617.jpg

Auch das Werken fand wieder seinen Platz im alltäglichen Geschehen. Die Kinder haben aus Ästen eine „Giro“ geschnitzt, ein Musikinstrument. In ein Holzstück werden viele Kerben nebeneinander geschnitzt, mit einem anderen Ast kann man fest darüber streifen, und es entsteht ein knarrendes Geräusch. Dieses Projekt wird uns noch eine Zeit beschäftigen, bis alle Kinder eine Giro gemacht haben.– Spiele wie Fangen, Verstecken, Feuer Wasser Blitz, u.a. finden immer wieder statt, und auf die Wünsche der Kinder nach Kreisspielen/Fingerspielen wird eingegangen.

Euer Erzieherinnenteam

Neue Öffnungszeiten ab Herbst 2015

Neue Öffnungszeiten: 07:45 – 13:00 Uhr

ab dem Waldkindergartenjahr 2015-2016. Es werden dann drei Buchungskategorien angeboten:

Von – Bis In den Monaten Tage
A* 8:15 – 12:30 September bis Februar 2
März bis August 4
B 8:15 – 12:30 September bis August 5
C
7:45 – 13:00 September bis August 5

* Kategorie „A“ richtet sich in erster Linie an unsere neuen Kinder, die zunächst mit 2 Tagen pro Wochen starten und dann im Frühjahr automatisch auf 4 Tage erweitern.

 

 

 

Not- /Ausweichraum im Pfarrheim Laufen

Hier der Anfahrtsplan zu unserem neuen Not- /Ausweichraum im   Pfarrheim Laufen. Da das Pfarrheim in Laufen fertig renoviert ist, dürfen wir dort einem Raum benutzen, der uns in Notsituationen wie z.B.Unwetter oder Jagd, Schutz gibt.
Im Namen des Teams bedanken wir uns ganz herzlich bei Barbara P., die für uns diesem Notraum organisiert hat.

Hier gehts weiter zum Treffpunkt / Notausweichraum

Er ist ein ganz besonderer Hund

Der Waldkindergarten Laufen bekam Besuch vom Therapie-Hund Balou.

Da ja die Waldkinder sich fast ausschließlich im Freien aufhalten, gibt es immer wieder auch Begegnungen mit Hunden und deren Besitzern. Deshalb nützten die Erzieherinnen die Chance, mehr über Hunde zu erfahren. Alle waren angenehm überrascht, dass Balou, der den Kindergarten mit seiner Besitzerin und Hundeführerin Frau Pia Maurischat besuchte, sich auf deren Befehl sofort hinlegte. Er blieb dort, obwohl sein Frauchen sich entfernte und die Waldkinder um ihn herum tobten.

Über den Begriff ´Therapie-Hund´ wurden wir sogleich aufgeklärt, dabei handelt es sich um einen geschulten Hund, der im pädagogischen Bereich eingesetzt wird, um u.a. verhaltensgestörte Kinder zu therapieren. Unsere Waldkinder waren schon neugierig, sie wollten mehr über das Verhalten von Hunden erfahren.

Viele Kinder haben Angst und laufen vor bellenden Hunden instinktiv weg. Da ist es dann gut zu wissen, dass man genau das Gegenteil machen sollte, nämlich stehen bleiben, sich weg drehen um dem Hund zu signalisieren: Ich will dir nichts Böses und habe auch kein Interesse an dir.

Nach ausführlichen Erklärungen von Frau Maurischat anhand von anschaulichen Bildern wurde es spannend:  Eine Kindergruppe mit Begleitung machte sich auf in den Wald und versteckte sich dort. Balou durfte an einem Schlafanzug riechen, den ein Kind mitgebracht hatte und sollte dann dieses Kind zusammen mit der Gruppe finden. Für Balou, der um ein vielfaches besser riechen kann als ein Mensch, war das kein Problem, obwohl um diese Jahreszeit die Kinder 5-7 Schichten Kleidung tragen.

Am Ende des Besuches waren selbst ängstliche Kinder stolz, weil sie sich getrauten, Balou anzufassen und zu streicheln.

Rückblick Januar 2014

Weihnachten und der Jahreswechsel liegen schon geraume Zeit zurück, wir bewegen uns bereits Richtung Fasching. Bei uns im Wald ist einiges geschehen in den letzten Wochen. Von Winter kann man ja nicht wirklich sprechen, doch wenn die Temperaturen das Wasser auf dem Teich gefrieren ließen, waren die Kinder mit Feuereifer dabei, das Eis mit dem Hammer los zu klopfen und zu bearbeiten, (z.B. Eisplatten wurden gesammelt und die Größe verglichen). Und der wenige Schnee wurde intensiv genutzt zum Schneemann bauen und „Rutscherl“ fahren.
Zu Beginn des neuen Jahres sprachen wir über die Heiligen Drei Könige und räucherten mit Weihrauch unsere Bauwägen und unsere Spielstätten. Wir nutzten ebenfalls den Jahresbeginn dazu, mit den Kindern die Jahreszeiten, Monate und Wochentage zu besprechen. Das wird uns während des gesamten Jahres begleiten.
Ein Schwerpunkt war/ist das Thema „Hund“. Wir bekamen Besuch von einer Hundetherapeutin mit ihrem Hund „Balu“. Sie erklärte den Kindern ausführlich, welche Regeln man beachten soll, wenn man sich einem Hund nähert. Nach den theoretischen Erläuterungen durfte jedes Kind zu Balu hingehen und dies praktisch erproben. Dabei waren die Kinder sehr konzentriert. In den darauffolgenden Tagen vertieften wir dieses Thema. Die Kinder erfuhren, dass Hunde bei der Bergung und Suche von Menschen eingesetzt werden, dass Polizeihunde nach Drogen suchen, dass es Blindenhunde gibt usw. Besonders das Thema „Blinde Menschen“ interessierte die Kinder sehr, so dass wir intensiver darüber sprachen und Sinnesspiele dazu durchführten, z.B. Ein Kind führt ein anderes mit geschlossenen Augen. Balu wird uns noch ein weiteres Mal besuchen, um dann auch mit den Kindern praktische Übungen durchzuführen. Die Kinder lernten ein „Hunde-Fingerpiel“ kennen und gestalteten einen Hund aus Holzstücken.
Wir besuchten mit den Kindern „unsere Bäume“ im Wald (Buche, Erle, Ulme usw.) und nahmen von jedem Baum einen Zweig mit. Wir betrachteten die Zweige genau und ordneten die passenden Blätter zu. Die schlauen Füchse klatschten die Silben und schrieben die Anfangsbuchstaben des jeweiligen Baumes. Bei der Brotzeit werden immer zwei Geschichten von Ursula Wölfel vorgelesen. Die 114 Geschichten sind unterteilt in Suppen-, Lach-, Verrückte-, und Tante Mila Geschichten. Diese Geschichten regen die Phantasie an, die lustigen, komischen oder ganz verrückten Situationen weiter auszuspinnen.

Ganz liebe Grüße von Eurem Erzieherinnenteam